⭐ Kein Ersatz für Arzt oder Apotheker.
Checkliste Wohnung
Flur / Eingang
- Teppiche entfernt oder rutschfest gesichert
- Nachtlicht installiert
- Lichtschalter gut erreichbar – auch nachts
- Rollator hat festen Stellplatz
Rollator – monatlicher Sicherheitscheck
- Bremsen: Ziehen. Rollator steht fest.
- Räder: Kein Spiel. Kein Knacken.
- Griffe: Fest. Kein Wackeln.
- Korb: Fest montiert.
Defekt? Nicht selbst reparieren. Krankenkasse anrufen. Ersatz beantragen.
Bad / WC
- Haltegriff neben WC – links und rechts
- Haltegriff in der Dusche
- Antirutschmatte in der Dusche
- Antirutschmatte vor dem Waschbecken
- Duschstuhl vorhanden
Schlafzimmer
- Bett in richtiger Höhe – Aufstehen ohne Schwung möglich
- Betterhöhung angebracht
- Nachttisch erreichbar: Wasser, Telefon, Nachtlicht
- Weg zur Toilette nachts beleuchtet
Küche
- Häufig benutzte Dinge in Griffhöhe
- Stuhl mit Armlehnen
Wohnzimmer
- Platz für Rollator / Gehstützen
- Möbel nicht im Laufweg
- Kabel verlegt oder gesichert
Auch wichtig
- Macht ein Medikament müde oder schwindelig? Arzt fragen.
- Feste Schuhe. Gut sitzende Kleidung.
- Jeden Tag kurz bewegen. Gemeinsam. Ohne Druck.
Quelle: Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP), 18.03.2025.
Unterwegs: Bus, Bahn, Taxi und Flugzeug
- Gehhilfe in der Hand – nicht im Gepäck
- Vor dem Aussteigen um Hilfe bitten. Das ist kein Zeichen von Schwäche.
- Erst die letzte Stufe ansehen. Dann aussteigen.
- Langsam. Kein Zeitdruck. Auch wenn andere drängeln.
Bus und Reisebus
- Fahrer bitten: „Können Sie den Bus absenken?“
- Nach einem Tritt oder einer Ausstiegshilfe fragen.
Bahn
- Ein- und Ausstiegshilfe vorher beim Mobilitätsservice anmelden.
- Auf die Lücke zwischen Zug und Bahnsteig achten.
Taxi
- Fahrer bitten: Rollator ausladen, Rollstuhl aufklappen, Koffer tragen.
- Erst aussteigen, wenn der Rollator bereitsteht.
Flugzeug
- Hilfe beim Ein- und Aussteigen bei der Fluggesellschaft anmelden, spätestens 48 Stunden vorher.
- Rollator oder Rollstuhl: vorher bei der Fluggesellschaft fragen, ob er bis zur Flugzeugtür mitkann.
Nach einem Sturz unterwegs
- Bei Schmerzen: nicht hochheben lassen. Auch nicht von Fahrern oder Helfern.
- 112 selbst anrufen.
- Namen und Telefonnummern von Zeugen notieren.
- Fotos: Stufe, Fahrzeug, Kennzeichen.
Hilfsmittel – Kostenübernahme
Hilfsmittel mit Rezept vom Arzt kann die Krankenkasse zahlen. Antrag mit Rezept stellen. §33 SGB V (Sozialgesetzbuch Fünftes Buch – Gesetzliche Krankenversicherung).
Umbaumaßnahmen (Dusche ebenerdig, Schwellen, Rampen, Beleuchtung, fest montierte Haltegriffe): Zuschuss bis 4.180 € je Maßnahme. Das ist ein Höchstbetrag, keine Pauschale. Die Kasse zahlt die förderfähigen Kosten. Ab Pflegegrad 1. Antrag vor Baubeginn. §40 Abs. 4 SGB XI (Sozialgesetzbuch Elftes Buch – Soziale Pflegeversicherung).
Sturzprotokoll
Nach jedem Sturz sofort dokumentieren.
| Datum | Uhrzeit | Ort | Was ist passiert? | Wer war dabei? | Verletzung | Maßnahme |
|---|---|---|---|---|---|---|
Handyfoto der Stolperstelle machen. Datum im Dateinamen.
Das Sturzprotokoll ist dein Argument beim Arzt und bei der Pflegekasse. Es belegt den Hilfebedarf. Es sichert die Höherstufung.
Mehr wissen: ZQP: Tipps zur Sturzvorbeugung (PDF) · Pflegetelefon des Bundes
Stand: 20.10.2026 · Quellen: KAPSEL™-Buch, Anhang A3 · §33 SGB V · §40 SGB XI · ZQP (03/2025)
KAPSEL™ · Anhang A3 · Aktuelle Fassung: novelique.de/a3
Kein Ersatz für Arzt oder Apotheker. Stand 20.10.2026.
Kein Ersatz für Arzt oder Apotheker. Stand 20.10.2026.